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Projektbüro D/Arts: Österreichs Kulturinstitutionen brechen gemeinsam Richtung Diversität auf


Von Staatsoper bis Kulturverein: 57 Initiativen und Institutionen kooperieren bei der diversen Weiterentwicklung der heimischen Kulturszene.

Wien (OTS) - Download Bilder (wird laufend ergänzt, © Igor Ripak)

Das Projektbüro D/Arts steht für mehr Diversität im Kulturbetrieb. Heute, am Freitag, 17. Februar 2023 erfolgte in der Wiener Brunnenpassage die offizielle Gründung des Projektbüros durch 57 Initiativen und Kulturinstitutionen aus Österreich. Unter ihnen finden sich große Kulturinstitutionen wie die Wiener Staatsoper und der Wiener Musikverein, Mittelbühnen wie das brut Wien oder das aktivistische Kunstfestival Wienwoche, Kulturhäuser wie die ARGEkultur Salzburg und die Brunnenpassage, aber auch kleine Kulturverein wie Romano Svato oder AfroRainbow Austria. “Fake it till you make it” ...

… lautete seit 2021 das Motto von Sheri Avraham, Zuzana Ernst und Ivana Pilić, den Initiatorinnen von D/Arts. Die drei Kuratorinnen entwickelten in den vergangenen zweieinhalb Jahren mehrere Diskurs-Projekte und organisierten zahlreiche Veranstaltung, etwa in der Kunsthalle Wien, im Belvedere oder der ArgeKultur Salzburg, wo Künstler:innen, Intendant:innen und Politiker:innen das Thema Diversität im Kulturbetrieb intensiv miteinander diskutierten. In Netzwerktreffen und Fortbildungen in ganz Österreich trafen unterschiedliche Menschen aus Kunst und Kultur aufeinander und ließen sich von nationalen und internationalen Expert:innen zu mehr Diversität im eigenen Wirkungsbereich ermutigen.

Ziel der D/Arts-Organisatorinnen: Aus einer losen Allianz an unterschiedlichen Akteur:innen der österreichischen Kulturszene eine nachhaltige Struktur in Form eines Projektbüros zu bilden, das an der Stärkung der Diversität in der Kulturlandschaft arbeitet. Seit heute ist das „D/Arts Projektbüro für Diversität und urbanen Dialog“. Die Liste der 56 Gründungsmitglieder ist selbst ein Beispiel gelebter Diversität und belegt, welche Brücken Avraham, Ernst und Pilić in den vergangenen Jahren aufbauen konnten.Wurde die Initiative bisher von der Brunnenpassage über eine Stiftungsförderung getragen, wird D/Arts mittlerweile als eigenständiger gemeinnütziger Verein, von der öffentlichen Hand sowie Stiftungen finanziert. Ziel des Projektbüros ist eine nachhaltige Strukturförderung aus öffentlichen Kulturgeldern, da es in der österreichischen Kulturlandschaft bisher keine Anlauf- und Beratungsstelle gegeben hat.

Golnar Shahyar von WE:Shape, ist Mitstreiterin bei D/Arts und setzt sich für die Rechte und Sichtbarkeit (post-)migrantischer Künstler:innen ein: „Ziel von D/Arts ist es nicht, gutgemeinte punktuelle Projekte zu initiieren, die kurz aufpoppen und dann in die Archive wandern. Das Projektbüro ist ein nachhaltiges Netzwerk mit Fokus auf Diversität im Kultursektor, in dem voneinander gelernt, verlernt, miteinander entwickelt und gemeinsam gearbeitet wird. Neben einer bereits bestehenden Expert:innen-Plattform, werden Beratungsangebote für den Kunst- und Kultursektor entwickelt.“

Nach der Wahl des sechsköpfigen Vorstands werden die Kuratorinnen Zuzana Ernst und Ivana Pilić weiterhin beratend und begleitend bei D/Arts tätig sein. „Wir haben mit so vielen Institutionen eine starke Struktur geschaffen und Brücken gebaut, um auf Dauer gemeinsam und gestärkt die Kulturlandschaft zu verändern. Die gesellschaftspolitische Notwendigkeit dieser Anstrengung sollte angesichts aktueller Waldhäuseleien und des allgegenwärtigen strukturellen Rassismus außer Frage stehen”, so Ivana Pilić. Die operative Leitung des Projektbüros liegt ab sofort in den Händen der Raumplanerin und Kulturarbeiterin Dilan Şengül, die vor der offiziellen Vereinsgründung als Produktionsleiterin bei D/Arts tätig war. Die nächste Veranstaltung ist das Diskursevent zu „Intangible Care” im Belvedere 21, eine Kooperation des CIVA Festival mit D/Arts am Freitag, 24. Februar 2023 ebendort. Im März findet sowohl das nächste D/Arts Netzwerk-Treffen im Salzburg Museum als auch ein Weiterbildungsangebot für Museen im Linzer Nordico. Zudem finden drei D/Arts-Veranstaltungen im Wiener DEPOT – Kunst und Diskussion sowie im Juni das D/Arts-Festival City Beats in Wien statt. Link APA






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