In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung positioniert sich D—Arts klar für Gerechtigkeit im kulturellen Feld und treibt strukturelle Transformationen voran.

In einer Zeit gesellschaftlicher Polarisierung positioniert sich D—Arts klar für Gerechtigkeit im kulturellen Feld und treibt strukturelle Transformationen voran, damit sich die heterogene gesellschaftliche Realität in Kulturinstitutionen widerspiegelt.

Der D—Arts Code of Conduct (CoC) entsteht 2024–2027 aus diesem Bestreben: Alle 93 Mitgliedsinstitutionen entwickeln ihn gemeinsam mit dem Projektbüro.

Der CoC verknüpft Werte und Wissen mit konkreten Maßnahmen, um Diskriminierung und strukturelle Ausschlüsse wirksam zu adressieren.

D—Arts zentriert das Wissen von Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen mit Diskriminierungserfahrung, da nachhaltiger Wandel von denen ausgeht, die Ungleichheit und Ausschluss systemisch erfahren.

Der Code of Conduct verbindet Werte, Wissen und Handeln und ermöglicht eine diversitätssensible und diskriminierungskritische Transformation. 



Code of Conduct

Der D—Arts Code of Conduct umfasst drei Teile:


  1. GRUNDSÄTZE — gemeinsame Werte und Leitlinien als Rahmen unserer Zusammenarbeit

  2. KOMPASS — zentrale Begriffe und Herangehensweisen als Orientierung für ein vertieftes gemeinsames Verständnis

  3. AKTIONSPLAN — konkrete Maßnahmen und Abläufe für die Umsetzung in der Praxis

Der Code of Conduct bildet ab 2027 das Fundament unserer Zusammenarbeit und setzt sich zusammen aus den Grundsätzen, dem Kompass und dem Aktionsplan. Der CoC verbindet Werte, Wissen und Handeln und ermöglicht eine diversitätssensible und diskriminierungskritische Transformation. 



Bis Ende 2026 werden in Arbeitsgruppen gemeinsam mit dem Mitgliedsinstitutionen Maßnahmen für den Aktionsplan entlang der bereits definierten Grundsätze erarbeitet. Im Frühjahr 2027 erscheint eine visuelle Kartografie mit allen Maßnahmen, die auf der D—Arts Homepage ein wachsendes Repertoire an Möglichkeiten sichtbar macht — von Checklisten und Leitfäden über Interviews und Expertisen bis hin zu Erfahrungsberichten, kritischen Reflexionen und künstlerischen Auseinandersetzungen.



Das Projektbüro geht im Netzwerk mit gutem Beispiel voran und legt im Folgenden seine eigenen Maßnahmen für den Aktionsplan 2026 entlang der vier Grundsätze transparent dar.

Der D—Arts Code of Conduct wurde von Ivana Pilić und Dilan Şengül verfasst.

Gerade in unserem Feld ist es wichtig, Expertisen sichtbar zu machen. Daher empfehlen wir folgende Zitierweise für den Code of Conduct:

Pilić, Ivana; Şengül, Dilan (2026): D—Arts Code of Conduct.
https://www.d-arts.at/das-buero#coc

Erster Grundsatz

Zentrierung marginalisierten Wissens von Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen mit Diskriminierungserfahrungen

D—Arts verpflichtet sich, Wissen über Diskriminierung und Ausschluss von Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen mit Diskriminierungserfahrungen in der eigenen kuratorischen Praxis zu zentrieren.

Künstlerische Praktiken, die Diskriminierung und Ausschlüsse thematisieren, verstehen wir als zentrale Wissensgrundlage und Motor für institutionellen Wandel. In unserer kulturpolitischen Arbeit beziehen wir situierte Perspektiven und lived experiences systematisch ein — insbesondere beim Aufbau von Schutz-, Entscheidungs- und Gestaltungsmechanismen.

Der aktivistische Kreis bildet das Zentrum des Netzwerks: Er umfasst Künstler:innen, die Diskriminierung erfahren, deren Vereine sowie Personen, die sich in ihrer künstlerischen und kulturellen Arbeit aktiv gegen Diskriminierung einsetzen.

Aktionsplan

Zweiter Grundsatz

Institutionelle Ungleichheiten abbauen

D—Arts setzt sich dafür ein, diskriminierende und gewaltvolle Strukturen sichtbar zu machen und institutionelle Ungleichheiten im Kulturbetrieb systematisch abzubauen. Zentral ist hierbei, marginalisierte Perspektiven verbindlich zu berücksichtigen und sie als Ausgangspunkt gemeinsamen Handelns anzuerkennen. Institutionelle Öffnung verstehen wir als fortlaufenden Lern- und Verlernprozess, der sich an den Erfahrungen und Bedürfnissen von Akteur:innen mit Diskriminierungserfahrung orientiert. Das D—Arts Projektbüro unterstützt und begleitet die Mitgliedsinstitutionen als zentraler Motor in ihren Transformationsprozessen.

Interne Maßnahmen

Dritter Grundsatz

Wissen zu Diskriminierung und Diversität zugänglich machen

D—Arts bündelt Wissen zu Diskriminierung und Diversität systematisch, macht es sichtbar und zugänglich. Expertise aus akademischen, künstlerischen, aktivistischen und erfahrungsbasierten Quellen wird zusammengeführt, allen zugänglich gemacht und in Lern- und Austauschformate integriert. Marginalisierte Perspektiven werden nicht instrumentalisiert, sondern verbindlich in Reflexions- und Transformationsprozesse eingebracht und kontinuierlich in eine Praxis überführt.

Interne Maßnahmen

Vierter Grundsatz

Gerechte und solidarische Ressourcenpolitik

D—Arts verpflichtet sich zur strukturellen und nachhaltigen Umverteilung von materiellen Mitteln, Räumen, Zeit, Netzwerken und Know-how. Künstler:innen und Kulturarbeiter:innen mit Diskriminierungserfahrungen sind verbindlich in die Projektgestaltung und Ressourcennutzung involviert, um langfristige Mitbestimmung und kollektive Handlungsfähigkeit zu stärken. Faire Arbeitsbedingungen, transparente Verfahren und kontinuierliche Reflexion über Machtstrukturen sichern, dass die Umverteilung nicht punktuell, sondern dauerhaft und solidarisch im gesamten Netzwerk verankert ist.

Interne Maßnahmen

D—Arts setzt sich dafür ein, diskriminierende und gewaltvolle Strukturen sichtbar zu machen und institutionelle Ungleichheiten im Kulturbetrieb systematisch abzubauen.

Der D—Arts Kompass

Der D—Arts Kompass versammelt unterschiedliche Wissensformen zu den jeweiligen Begriffen: Definitionen, Studien, künstlerische Praktiken oder Konzepte, die für eine macht- und diskriminierungskritische sowie diversitätssensible Praxis im Kulturbereich zentral sind.

Der Kompass ist nicht nur ein Glossar, sondern ein lebendiges Dokument vielfältiger Stimmen.

Team

Das Team von D—Arts gestaltet in unterschiedlichen Rollen und Verantwortungsbereichen diskriminierungskritische Praktiken, nachhaltige Strukturen und solidarische Formen der Zusammenarbeit im Kunst- und Kulturbereich.

ZHAMELI KHAIRLI (SIE/IHR)
Geschäftsführung

zhameli.khairli@d-arts.at


Zhameli gestaltet als Geschäftsführerin von D—Arts gemeinsam mit dem Vorstand und Kuratorium die strategische, organisatorische und strukturelle Weiterentwicklung des Netzwerks. Sie ist Kunsthistorikerin und Kulturarbeiterin deren Praxis in wissenschaftlicher Forschung und Community Engagement verankert ist.

DILAN ŞENGÜL (SIE/IHR)
Prozessleitung Code of Conduct


dilan.senguel@d-arts.at
+43 699 18192617


Dilan hat D—Arts in den Jahren 2022–2024 zunächst als Büroleitung und anschließend bis März 2026 als Geschäftsführung strukturell aufgebaut sowie inhaltlich und strategisch weiterentwickelt. Aktuell verantwortet sie die Leitung des Code-of-Conduct-Prozesses. Sie ist Raumplanerin, Kuratorin, Kulturarbeiterin und Theatermacherin.

DJAMILA GRANDITS (SIE/IHR)
Kuratorium

djamila.grandits@d-arts.at


Djamila ist Teil des Kuratoriums von D—Arts und hat 2024 D—Arts Spot on Film als Raum für Auseinandersetzung an der Schnittstelle von Filmkulturen und diskriminierungskritischen Praxen initiiert. Sie ist Kuratorin und Universitätslektorin. Regelmäßig konzipiert sie Diskurs- und Screeningformate und arbeitet als dramaturgische und strategische Beraterin im künstlerischen und kulturellen Feld.

ZUZANA ERNST (SIE/IHR)
Kuratorium

zuzana.ernst@d-arts.at


Zuzana ist Mitbegründerin von D—Arts und war von 2019 bis 2024 Co-Geschäftsführerin des Projektbüros. Seit 2024 ist sie Mitglied des Kuratoriums mit Schwerpunkt auf Listening-Formaten als relationale und politische Praxis — innerhalb wie außerhalb institutioneller Kontexte. Sie ist Artistic Researcher im Doktoratskolleg „Cultures in Transformation“ in Salzburg sowie Kuratorin in der Brunnenpassage Wien.

IVANA PILIĆ (SIE/IHR)
Kuratorium (karenziert bis Mai 2027)

ivana.pilic@d-arts.at‍
 ‍
+43 664 8429828


Ivana ist Initiatorin und Mitbegründerin von D—Arts und war von 2019 bis 2024 Co-Geschäftsführerin des Projektbüros. Seit 2024 ist sie im Kuratorium für Programm und Strategie tätig und berät zudem den Code-of-Conduct-Prozess. Sie ist Kulturwissenschaftlerin, Kuratorin, Universitätslektorin und Beraterin mit Schwerpunkt auf Diversität und diskriminierungskritischen Ansätzen im künstlerischen Feld.

ELISABETH BERNROITNER (SIE/IHR)
Leitung Beratungen & Fortbildungen


elisabeth.bernroitner@d-arts.at


Elisabeth konzipiert seit 2023 Fortbildungen und interne Weiterbildungsformate für das Netzwerk. 2023 entwickelte und begleitete sie das D—Arts Berater:innen-Programm als Prozessleitung. Sie ist Trainerin und Beraterin sowie als Autorin, Jurorin und Lektorin zu Diversität und Diskriminierungskritik in Kunst und Kultur tätig. Zudem ist sie künstlerische Co-Leitung der Brunnenpassage Wien.

SENEM KAHRAMAN (SIE/IHR)
Social Media & Produktion

senem.kahraman@d-arts.at

Senem ist seit 2023 bei D—Arts für Social Media und Produktion zuständig. Sie begleitet Veranstaltungen und Projekte von der Planung bis zur Umsetzung und ist für die Gestaltung von Reels, Beiträgen und die mediale Dokumentation verantwortlich. Auch vor Ort betreut sie Veranstaltungen organisatorisch und kommunikativ.

ANDREA ELAIZA ARNOLD (SIE/IHR)

Spot on Film

andrea.e.arnold@d-arts.at
+43 650 5162226


Andrea ist bei D—Arts im Rahmen von Spot on Film tätig. Sie arbeitet interdisziplinär an der Schnittstelle von Kreativität und Organisation — als Filmproduzentin (Austroschwarz), Moderatorin, Community-Organisatorin und Fotografin.