VBKÖ
INTERNE FORTBILDUNG
JENSEITS VON RICHTIG UND FALSCH
Transformative Konfliktbearbeitung in
Kunst/Kultur/Communities/Aktivismus
MIT NASTARAN TAJERI-FOUMANI
7.11.2026, 11–16 Uhr (inkl. Pausen)
Vereinigung bildender Künstler*inenn Österreichs
Maysedergasse 2/28, 1010 Wien
Konflikte gehören zum Leben, Lieben, Wirken und Arbeiten dazu. Oft verlaufen sie entlang von Machtlinien: Hierarchien und auch unterschiedlicher Differenzkategorien Race*Class*Gender*Ability* etc. Und viel zu oft enden sie in Trennung, im Schweigen oder im massiven Schlagabtausch, bei dem es vermeintliche Gewinner*innen und Verlierer*innen gibt.
Der Workshop lädt dazu ein, Konflikte anders zu verstehen: als Prozesse, in denen Beziehung vertieft werden können, Lernen und Veränderung möglich werden. Ausgehend vom Konzept des „Dritten Raums“ (Homi K. Bhabha) erkunden wir, wie Räume entstehen können, in denen unterschiedlich positionierte Menschen auch bei Dissens im Gespräch bleiben – ohne Machtasymmetrien auszublenden.Wir reflektieren eigene biografische Konfliktmuster, üben Ambiguitätstoleranz und lernen Haltungen wie „Braver Space“ und „Freundlichkeit gegenüber Fehlbarkeit“ kennen. Systemische und machtkritische Impulse verbinden sich mit somatischen und poetischen Methoden: Denn Konflikte sitzen nicht nur im Kopf, sondern auch im Atem, in der Stimme, im Körper.
Nastaran Tajeri-Foumani ist systemische*r Therapeut*in, Supervisor*in, Mental-Trainer*in, Forscher*in und Lehrende mit über 20 Jahren Erfahrung in der Antidiskriminierungs- und Anti-Gewalt-Arbeit. Nastarans Arbeit ist dekolonial, intersektional und machtkritisch ausgerichtet und verbindet systemische und organisationale Ansätze mit somatischen, rituellen und poetischen Methoden. Als Sänger*in und Sprecher*in bringt Nastaran zudem eine eigene künstlerische Praxis in die Bildungsarbeit ein. Zuletzt konzipierte und begleitete Nastaran die Fortbildungsreihe „Einen Dritten Raum öffnen“ (Bildung in Widerspruch e.V.) zu Konflikttransformation in polarisierten Zeiten.
Der Workshop richtet sich an alle, die BIPOC-, postmigrantische und*oder queere Communities zentrieren und die Konflikte in ihren Gruppen, Beziehungen und im Leben generell nachhaltiger und achtsamer gestalten möchten.
Wir sitzen gemeinsam auf Polstern am Boden, Stühle stehen ebenfalls zur Verfügung. Bitte bequeme Kleidung tragen.
Die angegeben Dauer beinhaltet Pausen. Wir bereiten Snacks and Suppe für alle vor.
Der Eingang und die Räumlichkeiten sind mit Rollstühlen und Kinderwägen zugänglich, es gibt jedoch derzeit kein barrierefreies WC. Falls es Barrierefreiheitsbedürfnisse gibt, so bitten wir darum dies mitzuteilen. Alles darf, nichts muss geteilt werden.
Die Fortbildung findet auf Deutsch statt. Deutschkenntnisse müssen nicht perfekt sein, wichtig ist, dass ihr dem Gespräch folgen könnt; Beiträge auf Englisch sind ebenfalls willkommen.
Teilnahme kostenlos. Anmeldung: office@d-arts.at.